Tritium

Tritium (³H oder T) ist ein radioaktives Isotop des Wasserstoffs und besteht aus einem Proton und zwei Neutronen. Es ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das meist in Form von Wasserstoffgas oder tritiiertem Wasser vorkommt. Tritium sendet ausschließlich schwache Beta-Strahlung aus und besitzt eine Halbwertszeit von etwa 12,3 Jahren. Technisch wird es vor allem in selbstleuchtenden Anzeigen, Notausgangsschildern, wissenschaftlichen Messgeräten sowie als Brennstoffkomponente in der Fusionsforschung eingesetzt. Aufgrund seiner geringen Reichweite der Strahlung ist Tritium außerhalb des Körpers vergleichsweise ungefährlich; beim Einatmen oder Verschlucken größerer Mengen ist jedoch Vorsicht geboten. ☢️💡

Typische Kennzahlen:
Dichte (Gas, 0 °C, 1 bar) ca. 0,27 g/L, Schmelzpunkt −259 °C, Siedepunkt −249 °C, Halbwertszeit 12,32 Jahre, Strahlungsart β⁻ (Beta-Strahlung).

Tritium

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Ampulle mit Leuchtstoff und Tritium
Selbstleuchtende Tritiumröhrchen bestehen aus winzigen, hermetisch verschlossenen Glasröhrchen, die mit gasförmigem Tritium gefüllt und auf der Innenseite mit einem Leuchtstoff beschichtet sind. Die vom Tritium ausgesandte Betastrahlung regt den Leuchtstoff dauerhaft zum Leuchten an, ohne dass eine Batterie oder eine externe Energiequelle benötigt wird. Solche Lichtquellen werden unter anderem in Uhren, Kompassen, Visieren und Notausgangsmarkierungen eingesetzt. Da die energiearme Betastrahlung das Glas nicht durchdringen kann, gelten unbeschädigte Tritiumröhrchen als sicher im Gebrauch. Beschädigte Röhrchen sollten jedoch nicht eingeatmet oder geöffnet werden, da das freigesetzte Tritium in den Körper gelangen könnte. ☢️💡

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